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Radfahrer waren in der Pfalz on Tour

Radfahrer des Schwarzwaldvereins Ottenhöfen radelten fünf Tage in der Pfalz

Am Tag nach der Anreise führte die erste Tour von der Unterkunft in Dudenhofen in die Festungsstadt Germersheim. Die als Bollwerk gegen Frankreich zwischen 1834 und 1855 erbaute Festung wurde zum größten Teil nach dem 1. Weltkrieg geschleift. Trotzdem ist die verbliebene Anlage noch sehr beeindruckend. Danach wurde der Rhein überquert und vorbei an dem stillgelegten Atomkraftwerk Philippsburg nach Speyer und weiter in das nahegelegene Dudenhofen gefahren.

Der nächste Tag führte nach Haßloch. Leider hatte das Museum im ältesten Haus des Ortes aus dem Jahre 1599 geschlossen. Der Boden in der Rheinebene der Pfalz ist sehr fruchtbar. Auf großflächigen Feldern werden verschiedene Salatsorten, Kohl, Spargel, Lauch und Karotten und vieles mehr angebaut. Nicht umsonst gibt es einen Radweg mit dem Namen „Kraut und Rüben“.

Am dritten Tag wurde eine relativ kurze Strecke um Speyer herum gefahren. Nachmittags nahm man sich ausgiebig Zeit die Stadt mit ihren herausragenden Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. An erster Stelle steht der Speyerer Dom. Er ist ein Weltkulturerbe der UNESCO. Der Dom ist die größte noch erhaltene romanische Kirche der Welt. Der 55m hohe „Altpörtel“ war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Aus neuerer Zeit stammt das Technikmuseum.

Am nächsten Tag führte die Tour ins riesige Weinbaugebiet am Hang des Pfälzer Waldes. Neustadt bezaubert mit Fachwerkhäusern in engen Gassen und einem belebten Marktplatz vor dem prunkvollen Rathaus, erbaut 1729. Bei der Fahrt durch schier endlose Weinberge grüßte von weiter oben das berühmte Hambacher Schloss. Die für die Pfalz typische Bauweise mit den von hohen Mauern und gewaltigen Hoftoren geschützten Anwesen ist in den Weinbaugemeinden Maikammer, Kirrweiler und Venningen zu bewundern.

Tags darauf wurde nach Schifferstadt gefahren. Der Ort ist bekannt durch den goldenen Hut aus der Bronzezeit, der in der Nähe ausgegraben wurde und durch den „Kran von Schifferstadt“ Wilfried Dietrich, der als Schwergewichtsringer des VfK Schifferstadt fünf Olympische Medaillen gewann. Nach Fahrten durch großflächige Laub- und Kiefernwälder wurde wieder Dudenhofen erreicht. Nach dem Abendessen bedankte sich Ursula Fuchs im Namen der 11 Mitradler bei Sonja und Hubert König für die perfekte Organisation des Unternehmens. Tags darauf hieß es Abschied nehmen von den netten Wirtsleuten und die Heimreise ins Achertal anzutreten.